Gemäldegalerie

 

Christel Klemke-Krocker geht mit ihrer Malerei einen sehr eigenwilligen Weg. Sie findet, wie sie selbst sagt, ihre Ideen in der Natur; Landschaften inspirieren sie zu farbkräftigen abstrahierenden Bildfindungen. Harmonierende und bewusst gesetzte Kontraste in  Formen und Farbverläufen erzeugen Eindrücke von Ruhe und Bewegung.

 

Manchmal sind diese lebendigen Landschaften aber auch Anlass, zeitkritische Themen zum Ausdruck zu bringen. Sie setzt so zu sagen noch Eins drauf, wenn zwischen feurigem Orange und grauem Nebel eine aufgebrachte demonstrierende Menschengruppe erscheint, oder wenn auf einem romantischen Wolkenbild ein Hubschrauber zu erkennen ist. Zwischen einem aufgewühlten Meer und einem düsteren Himmel identifizieren wir die Silhouette eines Atomkraftwerkes. Die reine abstrakte Farbmalerei genügt der Malerin offenbar nicht, denn sie stellt diese von der Natur inspirierte Schönheit ihrer Bilder durch die irritierenden realistischen Momente immer wieder in Frage.

 

Ich erkenne in diesen Bildern ein Ringen mit Farbe und Form, mit Harmonie und dem Gegenteil davon, und schließlich auch mit dem Gedanken an Sinn und Zweck des Bildes überhaupt.

 

Per von Spee, Leiter der Kölner Malakademie